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Gartenschenke im Gartenpark des Gulielminetti Seniorenwohn- und Pflegeheims mit täglichen Öffnungszeiten

Konzept

Garten mit Gartenschenke

In den Jahren 2009 bis 2014 wurde im parkähnlichen Garten des Gulielminetti Seniorenwohn- und Pflegeheims die Idee des Baus und Betreibens einer Gartenschenke umgesetzt. Heute ist die Gartenschenke geschätzter und fester Bestandteil im Alltag der Bewohner.

Hier eine Übersicht über den Entstehungsweg der Gartenschenke als  Projektskizze Gartenschenke (PDF)

Projektziel

Mit dem Bau und Betrieb einer Gartenschenke im Garten des Gulielminetti-Seniorenwohn- und Pflegeheims sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Alltägliche Einbindung von Dementen in die Gesellschaft unter Einbeziehung des gewohnten sozialen Umfeldes in einer entspannten und nicht pflegerisch geprägten Atmosphäre und Umgebung.
  • Heranführen der Gesellschaft (Besucher) an demente Personen.
  • Einbindung des sozialen Umfeldes der Bewohner, z.B. Angehörige, Freunde, Kinder.  
  • Ganzjähriges, tägliches Angebot: im Sommer im Garten, im Winter im Haus.
  • Den Anreiz zum Genuss der  Natur im Gartenpark für die Bewohner erhöhen. 
  • Erhaltung und Förderung von Ressourcen dementer Personen durch Beisein von körperlich und geistig agileren Menschen in wechselseitiger Beziehung. 
  • Verbindung einer unterschiedlichen Vielheit von Menschen zu einer gesellschaftlichen Einheit.
  • Angebot von jahreszeitlich geprägten Aktionen wie Oktoberfest, … .

Projektzeitraum

  • Projektbeginn 01.01.2009 - Projektende 31.12.2014
  • Seit 01.01.2015 ist die Gartenschenke ein festes Angebot. (Aktuelle Öffnungszeiten) 

Umsetzung konkreter Maßnahmen

Die Umsetzung des Projekts „Gartenschenke“ umfasste sowohl bauliche Maßnahmen wie auch Vorbereitungen und Anpassungen auf der Betreuungsseite sowie der Angehörigen:

  • Bauliche Maßnahmen im parkähnlichen Garten des Gulielminetti Seniorenwohn- und Pflegeheims: Bewirtungshaus, Wasserspiel, Kunstobjekte, Spielhaus mit Sandkasten, Hochbeet, Sitzgruppen.
  • Infoveranstaltungen für Interessierte, Angehörige, Bewohner, Ehren- und Hauptamtliche zum Thema Demenz.
  • Fortbildungen für alle Mitarbeiter, v.a. für Betreuungsassistenten.
  • Anpassung Dienstpläne: Betreuungsassistenten auch am Wochenende.
  • Vorhaltung von gerontopsychiatrischen Fachkräften. 
  • Während der Projektlaufzeit sind Ehrenamtliche und Personal der Hauswirtschaft in Begleitung durch Betreuungsasisstenten im Einsatz. Nach Implementierung der Gartenschenke als festes Angebot übernimmt das Ehrenamt nur mehr begleitende Funktion. 
  • Im Vorlauf mögliche Krisensituationen in multiprofessionellen Gesprächskreisen behandelt, Vorgehen zum Wohle der Bewohner besprochen.
  • Einladung von Angehörige/Freunde/Enkel der Bewohner.
  • Namensfindung "Gartenschenke" durch Bewohner.

Finanzierung

Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Regelmäßige Qualitätssicherung

In der Pflegeplanung und Biografie der Bewohner sind die Besuche der Gartenschenke berücksichtigt. Durchführungsnachweise der Betreuung nach §87b sowie Thematisierung in den QM-Zirkeln und Teamgesprächen.
Mittlerweile wird die Gartenschenke an Nachmittagen ohne Programm von rund 30% der Bewohner genutzt. An Nachmittagen mit kleinem Programm besuchen 40% bis 53% der Bewohner die Gartenschenke.