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Bildergalerie: "Projekt Lebensträume" - St. Georgshof

Bericht auf Allgäu.TV über die Lebensträume (01.02.2018)

>>> Link zum Bericht (Bericht beginnt bei Minute 24:51)

 

Lebensträume - Eine Idee wird Wirklichkeit

Jeder Mensch hat einen Lebenstraum. Nicht jeder Traum lässt sich verwirklichen, weil Lebensumstände, Verpflichtungen oder die eigene Bequemlichkeit uns daran hindern, diesen Traum zu leben.

Viele Lebensträume psychisch kranker Menschen sind für gesunde Menschen der normale Alltag. Zum Beispiel wünschen sich unsere Menschen, ein LKW-Fahrer, Landwirt, Metzger oder Konditor zu sein. Einen Tag als Braut im Mittelpunkt zu stehen. Als Motorradfahrer durchs Leben zu brausen.

Viele psychisch kranke Menschen haben sich mit ihrem Schicksal, lebenslänglich auf die Hilfe und Betreuung durch andere Menschen angewiesen zu sein, abgefunden.

Doch was geschieht, wenn wir diesen „Traum" das „Lebensziel" auf einem Foto festhalten? Ist er wirklich unerreichbar? Einige Bewohner konnten so bereits ihrem Lebenstraum ein Stück näher kommen. Der Fotograf Armin Zacherl aus Tannenberg (www.fotografie-zacherl.de) setzte diese Lebensträume professionell in Szene.

Durch unser Benefizkonzert anlässlich des 35-jährigen Wohnheimjubiläums und 15-jährigen Jubiläum unseres Ambulant Betreuten Wohnens konnten wir Spendengelder aquirieren. Um auch möglichst vielen anderen unserer betreuten Menschen Hoffnung und Antrieb zur Verwirklichung ihres Lebenstraums zu geben, sind wir auch weiterhin auf Spendengelder angewiesen und bitten Sie hiermit um Ihre Unterstützung.
Wenn Sie unser Projekt Lebensträume unterstützen möchten, können Sie uns auf unser Konto der Sparkasse Allgäu (BLZ 733 500 00), Kto.-Nr. 240 009 266 mit dem Vermerk „Projekt Lebensträume" Ihre Spende überweisen. Als Körperschaft des Öffentlichen Rechts sind wir nach § 44a Abs. 4 und 8 EStG berechtigt, Ihnen eine Spendenbescheinigung auszustellen.

Gerne würden wir diese Fotos in Zukunft im Rahmen einer Foto-Wander-Ausstellung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen (z.B. Landratsamt MOD, Stadt MOD und KF, Banken in MOD und KF, BKH KF, etc.). Zudem werden die Fotos hier auf unserer Homepage einer sehr breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

<<< Zeitungsartikel über die Lebensträume im Georgshof in den Schongauer Nachrichten am 24.01.2014

Lebensträume

Mein Lebenstraum: Bauer (Ewald Pawlik)

Herr Pawlik war in der Frankau ein gern gesehener Mitbürger. Jahrelang besuchte er die Landwirte und half im Rahmen seiner Möglichkeiten mit. Auf Grund seiner eingeschränkten Mobilität konzentrierte sich sein Engagement in den letzten Jahren auf den Hof von Familie Bayrhof, Frankau. Dort saß er jeden Abend auf einem Baumstamm, wedelte mit einem Stock und lotste so die Kühe, die von der Weide zurückkamen, in den Stall. Zum Ausklang tranken die beiden noch ein Feierabendbier. Leider verstarb Herr Pawlik im Dezember 2011 im Alter von 79 Jahren.

Wir bedanken uns: Bei Fr. Monika Holzheu aus Lengenwang für den Trachtenanzug. Beim Landwirt Hr.Bayrhof aus der Frankau für die Mitarbeit und das Bereitstellen der Kühe.

Mein Lebenstraum: Motorradfahrer (Stefan Dressler)

Schon als Kind durfte Herr Dressler auf dem Motorrad seines Vaters mitfahren. Dies weckte in ihm den Wunsch, selbst eine solche Maschine zu besitzen und auf dieser durchs Land zu brausen, um das Gefühl von Freiheit und die Geschwindigkeit zu genießen. Für sein Foto hat er sich auf den Sozius eine Blondine gewünscht, weil dies zu seinem Bild von Motorradfahrern dazugehört. Schon durch das Tragen der Motorradkombi verwandelte sich Herr Dressler von einem introvertierten in einen starken, selbstbewussten Mann. Durch das Motorrad und die dazugehörige Blondine wurde dies noch verstärkt. Herr Dressler hat im Verlauf der letzten Jahre große Fortschritte gemacht. Er hat das Wohnheim verlassen, lebt in einer eigenen Wohnung und wird nur stundenweise vom Team unseres Ambulant Betreuten Wohnens betreut.

Wir bedanken uns: Bei Frau Daniela Eisenlauer, die zu dem Zeitpunkt im St. Georgshof den FSJ Dienst absolvierte und nach längerem hartnäckigen Bitten bereit war, als „heiße Blondine“ auf dem Motorrad zu sitzen. Bei Hr. Hensel aus Lengenwang für die Leihgabe des Motorradkombi. Bei Hr. Waldmann aus Frankau für die Leihgabe des Motorrades.

Mein Lebenstraum: Braut (Hedwig Höbel)

Wie viele Frauen, hatte auch Frau Höbel den Wunsch, einmal im Leben als wunderschöne Braut im weißen Kleid bewundert zu werden. Dies war ihr so wichtig, dass die sonst eher unruhige Frau Höbel für ihre Verwandlung zur Braut, zwei Stunden lang still sitzen konnte. Sie hat Lockenwickler, Augenbrauenzupfen und Make up ertragen. Zudem war sie bereit, den St. Georgshof für die Fahrt zum Fotografen zu verlassen. Obwohl einige Mitbewohner als Bräutigam mit auf das Foto wollten, hat sie darauf verzichtet denn: „Dafür brauchts keinen Mann“. Beim Fotograf stellte sich heraus: Heiraten ist eine ernsthafte Sache, weshalb sie uns nur ein Mona Lisa lächeln schenkte. Bei der Betrachtung ihres Fotos meinte Frau Höbel: „Der Hundling hat mir den Kopf vertauscht, so schön bin ich nicht!“

Wir bedanken uns: Bei Fr. Barbara Walther aus Thalhofen für das Brautkleid ihrer Schwiegermutter. Bei Fr. Rottler aus Aidlingen für die umfangreichen Näharbeiten und Neugestaltung des Kleides.


Mein Lebenstraum: Carmen (Frau Übele)

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.Frau Übele wollte als schöne, starke, leidenschaftliche, von Männern bewunderte Frau fotografiert werden. Was liegt bei ihrem Vornamen näher als die „Carmen“ aus der gleichnamigen Oper von Georges Bizet zum Vorbild zu nehmen! Also haben wir ein Flamenco Kleid gekauft und aus einem Mädchen voller Selbstzweifel in kürzester Zeit eine strahlende Schönheit gemacht, die ihr neues Körpergefühl genossen hat. In kürzester Zeit, weil diese Schönheit in ihr steckt und mit mehr Selbstvertrauen, ein wenig Make up und passender Kleidung jederzeit zum Vorschein kommen kann.

 

 

 

 

 


Mein Lebenstraum: Engel Aloisius (Roland Freudenberg)

Dieser Lebenstraum erschließt sich einem nicht auf den ersten Blick. Kennen Sie die Geschichte „Ein Münchner im Himmel“ von Ludwig Thoma? Aloisius, Dienstmann 172 am Münchner Bahnhof, wird vom Schlag getroffen. Im Himmel wird ihm von Petrus eine Harfe und eine Wolke zugeteilt. Zukünftig soll er „Frohlocken“ und „Hosianna“ singen. Nachdem ihm die Verpflegung im Himmel und seine Arbeit nicht gefallen, wird Aloisius renitent und fängt an zu fluchen. Als Gott sich durch sein herausforderndes Verhalten gestört fühlt, sendet er Aloisius als Botschafter auf die Erde zurück. Er soll der bayrischen Staatsregierung seine göttlichen Ratschläge überbringen. Aloisius ist dort leider noch nicht angekommen, weil er einen Zwischenstopp im Hofbräuhaus eingelegt hat und dort bis zum heutigen Tag sitzt!

Fazit: Aloisius hat es geschafft, durch sein herausforderndes Verhalten unsterblich zu werden. Er ist der von Gott gesandte Retter der bayrischen Staatsregierung und es liegt in seiner Macht, den Zeitpunkt für die Übergabe der Ratschläge zu bestimmen. Herr Freudenberg bewundert die Macht und Schlitzohrigkeit von Aloisius und lebt die Parallelen zu seiner Person.

Mein Lebenstraum: Reiche Dame (Cony Schuster)

Reich sein, unbekümmert Geld ausgeben, Fernreisen, Schmuck, Designer Kleidung, eigene Villa, Luxusauto, Dienstpersonal… Der Liste könnte jeder von uns sicherlich noch ein paar Wünsche hinzufügen. Und wenn wir ehrlich sind, könnten wir uns manchen Wunsch erarbeiten. Jedoch ist uns dafür oft der Preis zu hoch. Jahrelang auf viele Dinge, die das Leben schön machen verzichten, um sich einmal in ferner Zukunft Luxus erlauben zu können? Für viele betreute Menschen, die nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt ihr Geld verdienen können, sind diese Wünsche noch unerreichbarer. Conny Schusters Foto zeigt ihre Vorstellung von einer reichen Dame. Dazu gehören für sie: Schöne Kleidung, viel Schmuck und die Möglichkeit im Spielcasino einfach mal ein paar Hunderter liegen zu lassen. Obwohl Frau Schuster Nichtraucherin ist und der Martini der erste ihres Lebens war, gehören für sie Cocktails und die lange Zigarettenspitze zu einer reichen Dame dazu. Bei der späteren Bildbetrachtung fanden wir, dass Frau Schuster so in jedem James Bond Film als reiche Dame mitspielen könnte. 


Mein Lebenstraum: Konditor  (Peter Martin)

Herr Martin hatte seit seiner Kindheit ein sehr entbehrungsreiches Leben geführt. Er konnte leider keinen Beruf erlernen, sein Traumberuf wäre Konditor gewesen. Jedoch hätte er nach eigener Aussage seine Torten nicht verkauft, sondern alle selbst verspeist! Diesen Wunsch nach einer eigenen Torte konnten wir ihm erfüllen. Mit etwas Unterstützung und viel Freude stellte er eine Schwarzwälder Kirschtorte her. Herr Martin durfte schon bei der Zubereitung naschen so viel er wollte. Anfangs hatte er Hemmungen, aber schon bald schleckte er Sahne und viele Kirschen landeten in seinem Bauch. Dabei grinste er uns schelmisch zu, denn trotz unserer Aufforderung, sich zu bedienen, hatte er das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun. Beim Fotoshooting sollte er mit einer Gabel beherzt in die Torte stechen und davon so viel wie möglich essen. Als er jedoch die sehnsüchtigen Blicke seiner Mitbewohner sah, wollte er lieber die Torte mit allen teilen. Leider verstarb Herr Martin im Oktober 2012 im Alter von 61 Jahren nach einer schweren Krebserkrankung.

Mein Lebenstraum: Almmädel (Margit Krug)

Einen passenden Begriff für den Lebenstraum von Frau Krug zu finden, fiel uns schwer. Am ehesten würde es vielleicht „Heidi erwachsen“ treffen. Wir bekamen von ihr über einen längeren Zeitraum hinweg einzelne Informationen, die in etwa der folgenden Beschreibung entsprachen: „Ich möchte auf einer Alm in den Bergen leben, Heu machen, Tiere versorgen (keinen Hund), vielleicht in einer Hütte in der man Essen und Trinken kann.“ Beim Fotoshooting war sie etwas angespannt, denn einfach nur vor einer Bergkulisse in die Kamera zu lächeln entsprach nicht ihrer Vorstellung. Es befand sich aber in der Nähe eine frisch gemähte Wiese. Mit einem Rechen in der Hand machte sie sich an die Arbeit. Sie häufte freudestrahlend eine Reihe nach der anderen auf und vergaß den Fotografen und alle anwesenden Personen. Später erzählte sie uns, diese Arbeit habe sie zu Hause bei ihren Eltern häufig gemacht.

Mein Lebenstraum: LKW Fahrer (Christoph Ertl)

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klickenHerr Ertl ist seit vielen Jahren ein begeisterter Sammler von LKW Modellen (herpa). Er kennt jeden Typ und hatte natürlich auch genaue Vorstellungen, welcher LKW mit ihm zusammen auf das Foto sollte. Leider konnten wir zunächst einen seinen Anforderungen entsprechenden LKW nicht finden; also machte sich Herr Ertl selbst auf die Suche. Schon bald fand er bei der Firma Kugelmann in Rettenbach seinen Traum-LKW. Er nahm Kontakt zu dem LKW Fahrer auf, machte Terminabsprachen und organisierte das Fotoshooting selbst. Wir mussten nur noch zum vereinbarten Termin mit dem Fotografen erscheinen. 
 
Wir bedanken uns: Bei Herrn Christoph Ertl für die hervorragende Organisation. Bei der Firma Kugelmann und besonders bei Herrn Josef Büchele, dem LKW Fahrer.

Mein Lebenstraum: Punker (Stefan Kölbl)

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klickenHerr Kölbl hatte vor seiner Erkrankung schon einige Zeit in der Punkszene gelebt und verbindet damit schöne Erinnerungen. Diese wollte er in einem Bild festhalten. Mit dem „Punk sein“ verbindet er Begriffe wie: Zusammenhalt, Solidarität und Akzeptanz der persönlichen Eigenheiten. Aus den „wilden Jahren“ hat er nur das Tragen von provozierender Kleidung beibehalten. Herr Kölbl ist ein einfühlsamer, freundlicher Mensch der hin und wieder durch provokante Äußerungen an seinen Mitmenschen testet, wie wild er noch ist.
 
Wir bedanken uns: Bei den Punkern Felina, Bianca, Sabi, Tobi und Basti, fast alle Heilerziehungspflege-Schüler/innen, denen es schwer fiel, nicht zu lächeln, sondern wie Herr Kölbl wild und grimmig in die Kamera zu schauen.

Mein Lebenstraum: Sänger / Rockstar (Rainer Polik)

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klickenRainer verfügt über ein großes musikalisches Talent. Er hat eine ganz wunderbare Stimme und ein unfehlbares Rhythmusgefühl. Er findet beim gemeinsamen Singen immer die passende zweite Stimme. Sein Lebenstraum ist jedoch, einmal die erste Stimme sein zu können.

Diesen Lebenstraum wollte er sich mit Hilfe des Sängers der Spider Murphy Gang, Günther Sigl, erfüllen. Am 22. Juni 2013 traf Rainer den Bandleader in Buching bei einem Konzert und bat ihn, mit ihm gemeinsam auf der Bühne stehen zu dürfen, und das Lied „Herzklopfen“ singen zu können. Ganz mutig fragte Rainer ob dies möglich sei. Schön wäre es, wenn hier jetzt stünde: Ja, es war möglich! Doch leider konnte sich dieser Traum nicht so erfüllen, wie es sich Rainer gewünscht hat.

Aber !!!   Trotzdem konnte Rainer im Backstage-Bereich seinem Idol so nahe sein, wie sonst keiner. Die Bilder sprechen für sich. Und vielleicht sprang in diesem Moment ein Stückchen Ruhm auf Rainer über und beflügelt ihn, irgendwann selbst als „Star“ auf einer Bühne zu stehen um mit seiner einzigartigen Stimme Menschen zu begeistern. Auf dem Marktoberdorfer Aktionstag im Juli 2013 konnte er als erster Trommler der Trommelgruppe des St. Georgshofs bereits zeigen, welche Talente noch in ihm stecken.

Rainer hat sehr große Fortschritte gemacht und konnte Ende Juli 2013 aus dem Wohnheim ausziehen und lebt nun in einer betreuten Wohngemeinschaft in Marktoberdorf.  Sein nächster Traum ist es, „Haindling“ zu treffen. We will see !!!  

Unser Lebenstraum: Wir heiraten

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klickenDieser Lebenstraum erfüllte sich für Conny und Norbert mit einer tollen Hochzeit. Die Beiden haben sich im St. Georgshof kennen und lieben gelernt. Der Glaube an eine gemeinsame Zukunft gab ihnen viel Kraft. So konnten sie den Wohnheimbereich des St. Georgshof verlassen und leben jetzt in einer vom ABW betreuten Wohngemeinschaft in Rettenbach am Auerberg.

Nur wenige betreute Menschen sind in der Lage, über mehrere Jahre eine Liebesbeziehung zu leben. Mit der eigenen Erkrankung beschäftigt, fällt es schwer sich auf andere Menschen und deren Probleme einzulassen. Umso mehr freuen wir uns, dass es die Beiden geschafft haben und damit auch vielen anderen betreuten Menschen Hoffnung geben.

Wir wünschen Familie Mühlberger für ihre gemeinsame Zukunft alles Liebe und Gute!!!

Mein Lebenstraum: Stammgast im Cafe

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klickenHerr Speckamp möchte gerne selbst bestimmen, wann und wie oft er zum Kaffeetrinken geht. Da er eine Begleitperson braucht, ist er immer davon abhängig wann jemand Zeit für eine Einzelbetreuung hat und ob ein Dienstfahrzeug frei ist. Aus diesem Grund ist Herr Speckamp sehr dankbar wenn Frau Maria Jäger – eine ehemalige Mitarbeiterin des St. Georghofes – ihn besucht und mit ihm am liebsten ins Cafe Greinwald nach Marktoberdorf fährt.

Im Alltag ist er im Wohnheim und in der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) ständig von vielen Menschen umgeben. Umso mehr kann er die ruhige Atmosphäre in einem schönen Kaffeehaus genießen. Der Duft eines „Kännchen Kaffees“, dazu ein kunstvolles Stück Torte, eine Zeitung, Leute anschauen… herrlich! Und wenn dann noch ein lieber Mensch dabeisitzt mit dem man den Moment teilen kann… was gibt es Schöneres!?

Viele Jahre hat Frau Maria Jäger ihm diese schönen Momente ermöglicht und mit ihm geteilt, vielen Dank dafür. Wir danken:

•  Fr. Jäger für ihr ehrenamtliches Engagement,
•  Fam. Hiemer vom Cafe Greinwald

Mein Lebenstraum: Als Industriemechaniker auf dem 1. Arbeitsmarkt

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klickenVor seiner Erkrankung hat Hr. Bißle eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert, doch leider hinderte ihn seine Erkrankung daran, länger in diesem Beruf zu arbeiten.

Hr. Bißle lebt seit 2006 im St. Georgshof. Hier wurde er in der Förderstätte fit für die WfbM gemacht und schon der Wechsel in die Wertachtal Werkstätten Marktoberdorf war ein großer Erfolg. Diese arbeiteten gemeinsam mit ihm auf seinen großen Wunsch hin, wieder die Chance zu bekommen, auf dem 1. Arbeitsmarkt zu arbeiten.

Seit 2013 arbeitet Hr. Bißle bei der Firma Pfanzelt in Rettenbach, als Maschinen- und Anlagenführer. Sein Meister ist einer unserer ehemaligen Zivildienstleistenden, der durch seine Erfahrungen mit psychisch kranken Menschen eine große Stütze für Hr. Bißle ist.

Hr. Bißle hat noch viele Träume…..so hätte er z.B. nichts gegen einen Urlaub in Brasilien.

Mein Lebenstraum: Künstlerin

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klickenFrau Majhera ist vielen, die sie kennen als Künstlerin bekannt. 

Vor ihrer Erkrankung konnte Fr. Majhera von dem Erlös ihrer Gemälde ihren Lebensunterhalt bestreiten. Leider musste Fr. Majhera aufgrund ihrer Erkrankung für einige Jahre stationär im St. Georgshof leben, doch die Malerei hat sie nie aufgegeben, auch weil sie ihr immer wieder Kraft gegeben hat.

Seit 2010 lebt und arbeitet Fr. Majera in ihrer eigenen Wohnung und genießt ihr selbstbestimmtes Leben. Fr. Majhera absolvierte 2014 eine Qualifizierungsmaßnahme, in der Psychiatrie-Erfahrene zu MitarbeiterInnen in psychosozialen Diensten als „EX-IN Genesungsbegleiter/innen“ ausgebildet wurden. Sie arbeitet seit 2015 als EX-IN Genesungsbegleiterin beim Sozialpsychiatrischen Dienst (SPDI) in Weilheim und leitet dort Mal- und Gesprächsgruppen.
 

Mein Lebensraum: Schlagersängerin

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klickenFrau Ebenhoch hatte den Traum eine berühmte Sängerin zu sein. Ihre Lieblingsfarbe ist Rot – Rot wie die Liebe!
Sie kennt viele Schlager – Lieder von früher und einige von heute. Sie kann die Strophen mitsingen und hat hier ein hervorragendes Gedächtnis. Bei einem Kroatienurlaub erzählte sie uns, dass sie sich früher sehr schick gekleidet habe und immer hohe Schuhe getragen hätte. Das dies stimmt, wurde erst im Schuhladen sichtbar: Sie schwebte schier auf ihren neuen roten Pumps durch den Laden. (Hatten wir ihr einfach nicht zugetraut !!!!!!!)
Das rote Kleid war schnell bestellt und den Hut hatte sie sich schon in Kroatien besorgt.

Unser Fotograph tat sein Übriges dazu und so entstand dieses hinreißende Foto von Frau Ebenhochs Lebenstraum.




Gruppenfoto aller Bewohner