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Geschichte

Ursprünglich beherbergte das Haus, das im Jahre 1865 errichtet wurde, eine Gaststätte. Im Jahre 1976 wurde das Gebäude mit dem zugehörigen Grund vom Bayerischen Roten Kreuz gekauft und Stück für Stück erweitert. Der St. Georgshof bot damals Wohnraum für 45 psychisch behinderte Erwachsene. 1989 wurde das Haus durch einen großzügigen Anbau erweitert und bietet seitdem 60 Personen ein Zuhause, knapp 40 davon besuchen die hausinterne Förderstätte, die ebenfalls 1989 eingerichtet wurde.

Im Jahre 1996 wurde im Rahmen der damaligen „Ambulantisierung" innerhalb des Hauses eine gesonderte Wohngemeinschaft für vier Bewohner und Bewohnerinnen geschaffen. Die erste externe Wohngemeinschaft wurde ein Jahr später für vier BewohnerInnen in Marktoberdorf eröffnet. Parallel entstanden mehrere einzelbetreute Wohnplätze. Die vorläufig letzte unserer Wohngemeinschaften wurde in Marktoberdorf im August 2001 von vier Personen bezogen.

Chronik

05.03.1976 Bescheid der Regierung von Schwaben über Schließung des Hauses Niederhöfen bei Nesselwang
 
23.06.1976 Zustimmung der Regierung zur Inbetriebnahme des St. Georgshof als neue Wohnstätte für die 36 BewohnerInnen aus Niederhöfen
 
30.06.1976 Kaufvertrag über den Erwerb des Hauses von der Familie Walter, Nutzungsübergang am 10. August 1976. (Baujahr: 1865 / Renovierungen: 1964 und 1976)
 
24.08.1976 Umzug aller 36 BewohnerInnen von Niederhöfen nach Frankau
Personalstand: 6 Personen
 
1980 Auftrag zur Planung eines Ergänzungsbaus für zunächst 44 Plätze (+ Altbau 36 = 80 Plätze), Geschätzte Baukosten: 5.200.000 DM
 
Dezember 1980 Antrag an Regierung von Schwaben auf Zustimmung und Förderung
 
Dezember 1981 Mitteilung der Regierung, dass Unterlagen nicht mehr auffindbar seien und Bitte um Vorlage neuer Unterlagen
 
Februar 1982 Mitteilung vom Sozialministerium, dass für 1982/83 keine Fördermöglichkeit besteht
 
November 1984 Neuerliche Vorlage unseres Vorhabens durch die Regierung beim Sozialministerium für 1985
 
1985 Umplanung, reduziert auf 36 Plätze im Neubau,
Auflockerung des Altbaues auf 24. Gesamtzahl seitdem: 60 Plätze
 
1986 Einreichung des Bauantrags, veranschlagte Kosten: 3.995.000 DM
 
August 1986 Erteilung der Baugenehmig
 
Oktober 1987 Richtfest
 
November 1989 Eröffnung des Neubaus (Wohngruppen A, B und C sowie die Förderstätte) und Einweihungsfeier
 
August 1991 Zukauf eines Grundstücks von Familie Bayrhof zur Erweiterung der Parkplätze
 
1990 Renovierung der Zimmer und der Sanitärbereiche im Altbau (Gruppe D)
 
November 1992 Die Förderstätte erweitert ihr Beschäftigungsangebot für externe BesucherInnen mit psychischer Behinderung
 
1993 Erweiterung des Angebots und der Räumlichkeiten der Förderstätte in Form einer Webstube
 
1995 Erweiterung des Angebots und der Räumlichkeiten um die Kunsttherapie
 
Januar 1997 Vier BewohnerInnen aus der Frankau ziehen in die erste Wohngemeinschaft des St. Georgshof in Marktoberdorf
In den nächsten Jahren werden weitere 14 Betreuungsplätze im ambulant betreuten Wohnen geschaffen
 
Juni 2002 Bau eines neuen Treppenhauses und Einbau einer Brandmeldeanlage im Altbau (Gruppe D) um den Bestimmungen des Brandschutzgesetzes nachzukommen (Kosten: 244.000 €)
 
2004 Ein Fuß- und Radweg von Frankau nach Rettenbach wird fertig gestellt. In diesem Rahmen fand ein Grundstückstausch mit der Gemeinde Rettenbach statt
 
2004 Anschluss an die öffentliche Entwässerungseinrichtung und die öffentliche Wasserversorgungseinrichtung (Kosten: 175.000 €)
 
Dezember 2004 Der St. Georgshof erhält mit dem gesamten BRK Kreisverband Ostallgäu die Qualitätsmanagement-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001
 
August 2005 Bau einer neuen Küche mit Anschaffung eines Heißluftdämpfers und einer begehbaren Kühlzelle zur Umsetzung des Cook-&-Chill-Verfahrens
(Kosten: 32.000 €)
 
Oktober 2006 Erweiterung unseres Wohnangebotes für 12 BewohnerInnen mit einer primär psychischen Erkrankung und einer zusätzlichen Intelligenzminderung (Gruppe E)
 
Oktober 2007 Erweiterung des Angebots der Arbeits- und Beschäftigungstherapie mit dem Kartenprojekt (bis Ende 2012 wurden 5.000 handgefertigte Karten verkauft)
September 2008
Umsetzung der mit dem Bezirk Schwaben verhandelten Leistungsvereinbarung, mit den Schwerpunkten hauswirtschaftliche Selbstversorgung auf den Wohngruppen, Schaffung von 24 Plätzen der Arbeits- und Beschäftigungstherapie (AT/BT), Reduzierung der Förderstättenplätze von 36 auf 21 und Einführung der Fachleistungsstunde im Ambulant betreuten Wohnen mit dem damit verbundenen Wegfall der Platzzahlbeschränkung
Oktober 2010
Erweiterung des Angebots der Förderstätte mit dem Sinnesmobil
Mai 2011
Beginn unseres Projektes „Lebensträume“ [die Lebenstraum-Fotos sind auf unserer Homepage unter ‚Fotogalerie -> Lebensträume‘ ausgestellt]
November 2011
Erweiterung des Ambulant Betreuten Wohnens um eine 3-er Wohngemeinschaft in Rettenbach am Auerberg
Februar 2012
Erweiterung des Angebots um die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) für Familien mit psychisch krankem Elternteil im Rahmen unseres Ambulant Betreuten Wohnens
Oktober 2012
Erweiterung des Ambulant Betreuten Wohnens um die erste Wohngemeinschaft für vier Menschen mit einer primär psychischen Erkrankung und einer zusätzlichen Intelligenzminderung
Dezember 2013
Eröffnung unserer Ladenwerkstatt „AchSo“ in Rettenbach am Auerberg, Am Kirchberg 1
Juli 2016
Die Umgehungsstraße zur Maschinenfabrik Paul Pfanzelt bzw. nach Tannenberg wird fertig gestellt.

November
  2019

Die Förderstätte im St. Georgshof feiert das 30. Jubiläum. 
Heute

Im St. Georgshof Frankau wohnen heute 60 chronisch psychisch kranke Menschen  (24 Frauen, 36 Männer), von denen 24 im Arbeits- und Beschäftigungsbereich (AT/BT) und 21 in der Förderstätte (FS) Beschäftigung finden.
13 BewohnerInnen besuchen die Wertachtal-Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in Marktoberdorf bzw. Kaufbeuren.
Die Altersstruktur der BewohnerInnen reicht von 20 Jahren bis 82 Jahren. Das Durchschnittsalter liegt bei ca. 43 Jahren.
Die durchschnittliche BewohnerInnen-Verweildauer liegt bei ca. 12 Jahren.
Im St. Georgshof Marktoberdorf und Umgebung werden heute 35 chronisch psychisch kranke Menschen in Wohngemeinschaften und in ihren eigenen Wohnungen ambulant betreut (17 Frauen, 18 Männer, Durchschnittsalter: ca. 46 Jahre). Bei etwa der Hälfte der Betreuten handelt es sich dabei um ehemalige BewohnerInnen aus der Frankau.

Der St. Georgshof beschäftigt heute insgesamt 75 MitarbeiterInnen [12 in Vollzeit, 55 in Teilzeit sowie 5 Heilerziehungspflege-Auszubildende, 3 Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bzw. Bundesfreiwilligendienst (BUFDI)].